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Putten unterm Dach

Cover TOP Magazin Bielefeld, Ausgabe 1/2007
Cover TOP Magazin Bielefeld, Ausgabe 1/2007

Ein Bericht von Carmen Völzow, Redaktion TOP Magazin Bielefeld.

Einmalig in OWL: Die neue Indoor-Anlage des Golfclubs Exter bietet Spielvergnügen das ganze Jahr über.

Keine langen Erklärungen. Um der golfunerfahrenen Redakteurin die komplexe Technik eines Golfsimulators zu erläutern, reicht ihm ein: „Probieren Sie es einfach selber aus.“ Also folge ich brav Dr. Udo Oberhoff aus der stilvollen Club-Gastronomie in das nebenliegende Zelt.

Unerwartet unaufwendig

Oberhoff ist Spielführer und Vize-Präsident des Golfclubs Exter an der Finnebachstraße in Herford. Seit Ende Dezember 2006 verfügt der Club nun über die erste und einzige Indoor-Golfanlage in Ostwestfalen-Lippe. Unerwartet unaufwändig, mit nicht mehr als einem Touchscreen-Bildschirm, einigen rasenähnlichen Matten mit Sensoren, Abschlagspunkt und einer Großleinwand in wenigen Metern Entfernung. Doch das Equipment, die komplizierten Lebensadern der Anlage, liegen gut geschützt in einem doppelten Boden.

Golf – ein klassisches Open-Air-Vergnügen – in eine Halle verlegt. Wo ist da der Sinn? Der Vizepräsident klärt auf: 365 Tage Spielvergnügen, Wetterunabhängigkeit, bessere Vorbereitung auf die Saison, unter realistischen Bedingungen 20 der schönsten Golfplätze der Welt bespielen und so weiter.

Gezielt an den Fehlern arbeiten

Und wer nutzt dieses Angebot? „Anfänger wie Fortgeschrittene, Golfer jeder Spielstärke, aus der näheren und erstaunlich viele aus der weiteren Umgebung“, kontert Dr. Udo Oberhoff alle Einwände, nimmt sich nebenbei einen Schläger, gibt seine Daten in den Computer ein, sucht sich einen „Spiel-Platz“ aus, und ehe ich’s mich versehe, knallt der Ball mit hoher Geschwindigkeit auf die Leinwand. Sekunden später können wir Flugkurve, Länge und Geschwindigkeit des Schlages sowie den Treffpunkt des Balls auf dem Schlägerkopf ablesen. Sensoren haben die Geschwindigkeit gemessen, der Computer die Flugbahn errechnet, den Abschlag naturgetreu simuliert und auf die Leinwand projeziert. So kann jeder Golfer gezielt an seinen Fehlern arbeiten. Für sich allein oder unter professioneller Anleitung.

Gar nicht so schwer zu verstehen, die Sache mit der Technik. Und was ist jetzt mit dem selber Spielen? Vergessen wirs: einputten geht ja grad noch, aber die Abschläge ...